Die meisten Leuten verlieren Ihre Brille ständig in den eigenen vier Wänden. Das passiert meistens dann, wenn man die Brille gerade gut gebrauchen könnte. Man hat das Gefühl, die Brille müsste sich an einem logischen Ort befinden, dort wo es am meisten Sinn macht, sie zu deponieren, damit man sie, im Falle eines Falles, schnell zur Hand hat. Weit gefehlt! Die Brille ist meistens nicht dort, wo vermutet und sie wiederzufinden dauert manchmal wertvolle Minuten oder Stunden. Viele Brillenschlangen geben öfter entnervt auf, als sie bereit sind zuzugeben, nur um die Brille dann, mehr oder weniger, zufällig, am nächsten Tag dort zu finden, wo man sie am wenigsten vermutet hätte.

Ich kann mich nicht genau daran erinnern, wie oft ich meine Brille an öffentlichen Plätzen habe liegen lassen. In Cafés, Restaurants, öffentlichen Toiletten und noch vielen anderen immens komischen Plätzen. Es wäre ja fast lustig, wenn es nicht so traurig wäre. Auf dem Beifahrersitz, in der Jackentasche oder in der Einkaufstüte habe ich sie auch schon wiedergefunden. Einfach peinlich! Ich persönlich habe ca. 50 potentielle Brillenverlustplätze an denen ich jeweils nachschauen könnte. Mein grösstes Problem: Ohne Brille ist Brillensuchen echt anstrengend!

Das Problem taucht meist dann auf, wenn ich es eilig habe. Es scheint wie verhext zu sein. Manchmal habe ich das Gefühl ein kleiner Murphy sitzt auf meiner Schulter und flüstert mir leise ins Ohr: «Du findest die Brille heute nicht. Lass es einfach sein. Gut sehen ist total überbewertet. Die Welt ist auch schön, wenn sie ein wenig verschwommen ist. Mach Dir einfach ohne Brille einen schönen Tag.»

Die gute Nachricht ist, dass es nun Findy gibt um den Tag zu retten. Findy ist das weltweit kleinste Bluetooth Suchgerät. Mit filigranen Aussenabmessungen von 27mm x 0.5mm passt es auf die meisten, gängigen Brillenrahmen. Die Form ist schnittig und elegant, so das Findy diskret an der Innenseite des Brillenbügels angebracht werden kann. Ist der Brillenbügel zu schmal dann bietet sich in vielen Fällen das Bügelende hinter dem Ohr als Rettung an.

Findy wiegt weniger als 10 Gramm. Es beeinflusst den Tragekomfort der Brille in keiner Weise und schränkt das Sichtfeld nicht ein.

Der kleine Brillensucher ist ein wahrer Helfer in der Not. Auf Wunsch, sprich wenn man die App auf dem Smartphone aktiviert, verbindet sich Findy mit dem Handy über Bluetooth und nach dem Drücken einer einzigen, riesigen Schaltfläche auf dem Handy beginnt der Brillenfinder mit ungeahnter Lautstärke zu summen. Klein aber oho, kann ich da nur sagen. Mit einer Lautstärke von fast 92db ist das kleine Findy auch noch der lauteste Bluetooth Finder überhaupt.

Natürlich schaffen es die Experten unter uns (ich gehöre dazu) die Brille auch mal ausserhalb der Reichweite des Bluetooth Radius des Handy’s zu verlieren. Macht gar nichts! Das Findy Brillensuchgerät merkt sich jeweils den Standort der letzten bestandenen Verbindung auf Google Maps. Somit kann, mit der Funktion “Last known Location” die genaue Adresse der Brille aufgerufen werden. Jetzt nichts wie hin an den Ort des schnöden Brilleverlassens und, mir nichts dir nichts, den Summer betätigt, die Brille schnell wieder bei Herrchen oder Frauchen auf der Nase ist.

Das ganze Konzept erinnert stark an die Suchfunktion der schnurlosen Telefone. Wer denkt nicht wehmütig zurück an die Home Taste auf der Basis des schnurlosen Telefons, die den Telefonhörer, jedes Mal dann, zum Klingeln brachte wenn man telefonieren wollte? Die gute alte Zeit, in der ein verlorenes Telefon noch keinen Weltuntergang bedeutete. Diesen Luxus gibt’s jetzt endlich auf für Brillen, Heureka! (Griechisch: °ich habe die Brille gefunden»)

Die Schweizer Erfinder haben sich noch ein zusätzliches Leckerli einfallen lassen. Eine lautlose Suchfunktion!

Wer aus Gründen der Rücksicht auf schlafende oder nervöse Mitbewohner den Alarmton nicht betätigen will, kann auf die Smart Track Funktion von Findy zurückgreifen. Diese zeigt dann die Richtung und den Abstand zu unserem Brillenfinder auf dem Bildschirm an.

Eine smarte, kleine Schweizer Innovation. Wer hat’s erfunden?